Ich stolpere über die Worte

Nahaufnahme einer alten metallenen Türverriegelung mit dekorativem Griff.

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Ich stolpere über die Worte,
richte mich auf.
Aufs Zerbrochene setze ich ein neues
und gleite weiter, sacht,
bis aus den Worten ein Gedanke wacht.
Aus den staubigen webe ich einen Schleier,
und dahinter heile die Wunden:
die Vaganten, die Sündigen,
die durchschossenen, im Kampf geretteten,
die Wort-Soldaten, verkettet und stark.
Ich hadere mit euch.
Wer braucht euch denn — sagt's mir.
Ihr Buhlerinnen der Nacht, die weiterleben,
nicht einig, nicht verschworen,
nur scheu, nur wund, so leicht verloren.
Jetzt reicht es. Ich werfe euch hinaus.
Gute Reise. Werdet Wind,
Vögel, Bäume,
werdet Silben, Strophen — schlicht und leise.
Kommt erst morgen. Seid Gäste im Haus.
Klopft nur einmal, ich öffne die Pforte,
lade euch ein, streite nicht weiter.
Ich verbinde euch wieder die offenen Wunden,
euch, Worte als Obdach, aus Fehlern gewunden,
ihr wahren, ihr meinen, ihr menschlichen, warmen —
und nehme euch in die Arme.

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