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Auf den Spuren des schlechten Wetters
Wenn es regnet, sagt man, weine der Himmel. Ich liebe diese Tage, die regenstillen, die in sich versunkenen, wenn die Welt — diese sonst so schreiende, schrille, bunte Welt — plötzlich verstummt. Wenn sie erschrickt und sich scheu verbirgt. Wenn die bis vor Kurzem belebten Gassen sich auf einmal leeren. Wenn der Regen sie behutsam reinwäscht. Wenn der Nebel sich langsam in weichen Wollflocken über Hügel und Dächer legt, träge hinabrollt und lautlos im See versinkt. Wenn die Uhren unmerklich stehen bleiben. Wenn man die müde Zeit schwer seufzen hören kann. Das ist ja eben der stille Segen des schlechten Wetters — man muss nicht hinauf, immer höher hinauf in…

