• Fragmente

    Fragment#1: Glück

    Manchmal ist das Glück nichts, das man sich nimmt, sondern etwas, dem man sich überlässt. Du erzwingst es nicht; du lässt das Geschehen geschehen, gibst dem Augenblick die Erlaubnis, dich ganz einzunehmen. In deiner Verletzlichkeit, in deiner wahren Natur verweilst du, und du umarmst ihn – diesen Augenblick. Etwas Göttliches entsteht in dieser Begegnung. Heute duften die Felder anders. Berauschend süß-sauer, frisch, tief; der Geruch trägt dich weiter, immer weiter. Du versuchst, deine Lieblingsbäume in eine Rangliste zu bringen, chronologisch, von Kindheit an: Birke, Trauerweide, Linde, Pinie. Sattsehen kannst du dich nicht – als hättest du zum ersten Mal Augen für diese grüne Landschaft. In der Bewegung der leicht vom…